Rewild Zambezi, Zimbabwe
2025 - Rewild Zambezi - Zuwendung von USD 10‘000
Rewild Zambezi ist eine Initiative, durch welche das Überleben von Elefanten, Wildhunden, Löwen, Impalas, Zebras, Gnus und anderer Arten durch Umsiedlung gesichert werden soll. Die Umsiedlung geht Hand in Hand mit dem Aufbau des Sapi Reservats im Zambezi Tal, damit die Tiere sicher und geschützt leben können.
Eine bestimmte Wildhundpopulation im Süden Simbabwes jagte sowohl innerhalb als auch ausserhalb nahegelegener Viehzuchtgebiete, was zu Konflikten führte. Ein wichtiger Meilenstein für den Artenschutz im dritten Quartal 2025 war die erfolgreiche Auswilderung von 17 Wildhunden – acht ausgewachsenen Tieren und neun Welpen – im Sapi-Reservat. Dieser Erfolg ist ein wesentlicher Schritt zum Wiederaufbau der Artenvielfalt bei Raubtieren und zur Stabilisierung der Wildhundpopulationen in der Region.
Die Wildhundpopulation in der Sapi-Region war stark rückläufig. Die daraus entstehenden Daten sind die perfekte Grundlage für die Doktorarbeit von Thomas Mutonhori, Ökologe für die Great Plains im Sapi Reservat. Dabei wird der Schwerpunkt auf die Herausforderungen gesetzt, mit denen die Wildhunde im Mid Zambezi Valley konfrontiert sind. Seine Arbeit wird wertvolle Erkenntnisse für den Schutz der Wildhunde liefern.
Das grosse Problem bei der Freilassung von Wildhunden in der Vergangenheit war, dass die Hunde kilometerweit und tagelang davonrannten sobald man die Tore öffnete, egal wie lange man sie vorher festhielt. Die Idee war, eine Nachbildung einer Höhle zu bauen und sie dort bis zur Geburt der Welpen zu halten, in der Hoffnung, dass sie diese Höhle mit „Zuhause” assoziieren würden. Das war der Plan. Leider brachte eine Hündin am Tag der Umsiedlung ihre Welpen praktisch zu Füssen des Tierarztes zur Welt. Das Flugzeug musste gegen eine klimatisierte King Air ausgetauscht werden, in der alle Welpen für den zweistündigen Flug zu ihrem neuen Zuhause sorgfältig in einer Kühlbox untergebracht wurden. Das funktionierte gut.
Die Mutter der Welpen und die Welpen wurden durch die kleine Höhlenöffnung geschoben. Beverly Joubert musste in die Höhle kriechen, um das halb betäubte Raubtier sicher von Innen durch den Eingang zu navigieren und in der Höhle unterzubringen. Die Tierärztin musste dasselbe tun, um das Gegenmittel zu verabreichen!
Als der Zaun entfernt wurde, stellte sich die Frage, ob die Tiere davonlaufen würden oder nicht, ob sie sich daran erinnern würden, wie man jagt, und ob sie überhaupt verstehen würden, was ein Fluss ist! Innerhalb einer Stunde sahen sie ein Impala und nahmen die Verfolgung auf! Innerhalb weniger Stunden hatten sie sich niedergelassen und schliefen nur wenige Kilometer von ihrem Gehege entfernt. Am selben Abend kehrten sie „nach Hause“ zurück, um in der Nähe des Forschungscamps ihre ersten Beutetiere zu erlegen. Ein bedeutender Wendepunkt für diese kleine Population wertvoller Tiere in einem abgelegenen Winkel der Welt!
Zimbabwe 2025 Stats
- 479 Impalas und 17 Wildhunde im Sapi Reservat frreigelassen
- 16 Elefanten haben neue Sender erhalten
- 4806 Kilometer patrouilliert (bis 30. September) durch das Sapi Biodiversity Monitoring Team
- 4979 Stunden auf Patrouille (bis 30. September) durch das Sapi Biodiversity Monitoring Team

Weitere Erfolge bei diesem Projekt
Unser Partner
Dereck & Beverly Joubert - Great Plains Foundation
Dereck und Beverly Joubert sind weltweit bekannte Filmemacher, Naturschützer und National Geographic Explorer in-large, die für ihre Tierfilme schon etliche internationale Filmpreise gewonnen haben. Sie sind die Inhaber von Great Plains Conservation, die einige der schönsten Camps in Botswana und Kenia betreiben. Über die Stiftung Great Plains Foundation werden diverse Naturschutzprojekte voran getrieben.

Die Jouberts wohnen in Botswana und kämpfen seit mehr als dreissig Jahren unermüdlich für den Schutz von bedrohten Tierarten. Die Grosskatzen nehmen dabei in ihrer Arbeit einen besonderen Platz ein. Die beiden veröffentlichten mehr als ein Dutzend Bücher, produzierten zusammen mit National Geographics 30 Filme und haben diverse wissenschaftliche Abhandlungen und Artikel publiziert. Sie wurden mit acht Emmy Awards geehrt, einem Peabody Award, ein Grand Teton Award, diversen Panda Awards, einem World Ecology Award (zusammen mit Prince Charles, Sylvia Earle und dem Paläoanthropologen Richard Leakey) und einem präsidialen Verdienstorden für Naturschutz, vergeben von Botswanas Ex-Präsidenten Seretse Khama Ian Khama.
Einige der bekanntesten Filme der Jouberts sind «Eternal Enemies», «The Last Lions», «Soul of the Elephant» und das Meisterstück «Eye of the Leopard». Millionen von Menschen haben sich die Filme angeschaut. Mehr Informationen finden Sie unter:
www.wildlifefilms.co
Die gesamte Arbeit von Dereck & Beverly deckt sich mit einem Ziel: die wilden Gebiete Afrikas zu retten und die Wildtiere zu schützen, die von ihnen abhängen. Der Präsident von Botswana hat sie treffend beschrieben, als er sagte: “Theirs is a life long passion; for each other, for big cats, for Africa…they are true “children of Africa.”
Lernen Sie mehr über diese Tiere