Rombo spielt eine immer wichtigere Rolle dabei, dass die beiden Ökosysteme Tsavo und Amboseli verbunden bleiben. Die durch SwissAfrican Foundation unterstützte Ranger-Einheit hat einen entscheidenden Beitrag dazu geleistet, diese Verbundenheit zu erhalten, und – was ebenfalls von grosser Bedeutung ist – die notwendige Unterstützung durch die lokale Bevölkerung sicherzustellen sowie als Abschreckung gegen weitere illegale Landnutzungsänderungen und Wilderei zu wirken.
Nochmals vielen Dank!
Mit herzlichen Grüssen, Richard Bonham
Anti Poaching, Amboseli, Kenia
2025 - Big Life, Kenia - Zuwendung von USD 30‘000
Die SwissAfrican Foundation setzte ihre Unterstützung für die Rombo Mobilie Unit fort. Zu den Aufgaben dieser mobilen Einheit gehören die Bekämpfung der Wilderei und die Unterstützung lokaler Gemeinden bei Konflikten zwischen Menschen und Wildtieren. Rombo liegt an der südöstlichen Grenze des Greater Amboseli Ecosystem, mit der tansanischen Grenze im Westen und dem Tsavo West National Park im Osten.
Rombo Mobile Unit
Diese mobile Einheit ist eine schnelle Einsatztruppe, die aus 10 Rangern besteht und ein Gebiet abdeckt, in denen es keine festen Stützpunkte gibt. Die Einheit ist mit moderner, mobiler Ausrüstung und einem Fahrzeug ausgestattet, sodass sie ohne Nachschub längere Zeit im Busch bleiben und sehr schnell auf Bedrohungen für Wildtiere reagieren kann. Die Einheit ist Tag und Nacht im Einsatz und konzentriert sich auf den Bereich der Rombo Group Ranch, der die internationale Grenze zu Tansania bildet.
Obwohl die Präsenz der Ranger von Big Life in der Gemeinde einen erheblichen positiven Einfluss hatte, ist Rombo aufgrund seiner Nähe zur internationalen Grenze ein Hochrisikogebiet, und die Wilderei stellt weiterhin eine relevante Bedrohung für Elefanten und andere Wildtiere dar.
Im Zeitraum Januar bis Dezember 2025 haben die Big Life Mobile 4 Ranger folgendes erreicht:
- 4'827 km zu Fuss in 2'210 Stunden und 3'987 km mit dem Fahrzeug in 555 Stunden patrouilliert.
- Über 400km² wichtiger Lebensraum für Elefanten geschützt.
- Keine Elefanten durch Wilderei oder Konflikte verloren.
- 1 Löwe durch Speerangriff innerhalb eines Bomas verloren.
- 9 Festnahmen in 5 Vorfällen.
- Beteiligung an der Identifizierung, Suche und Behandlung von 2 Giraffen, die mit Speeren verletzt worden waren.
- Wiedervereinigung eines verlassenen Zebrafohlens.
- 2 Interventionen bei Konflikten zwischen Menschen und Wildtieren – Vertreibung von Tieren (Elefanten) aus Siedlungen, wodurch mögliche Konflikte vermieden wurden.
- Verhinderung von 2 Vorfällen, bei denen Elefanten auf Felder vorgedrungen wären, um dort Getreide zu stehlen.
- Beschlagnahmung der folgenden illegalen Wildtierprodukte und Werkzeuge: 1 Schlinge, 1 Machete, 1 Kadoo, 2 Speere, 85.5 kg Sandelholz, 134.5 kg+ Buschfleisch.
RIP CRAIG, AMBOSELIS GRÖSSTER ELEFANT
Craig, Amboselis grösster Elefant, ist anfangs 2025 im Alter von 54 Jahren vermutlich eines natürlichen Todes gestorben. Craig war eine Ikone. Er war äusserst ruhig im Umgang mit Menschen und wahrscheinlich einer der meistfotografierten Elefanten in ganz Afrika. Er lebte friedlich neben den Gemeinden, mit denen er sich den Lebensraum teilte.
Elefanten mit so grossen Stosszähnen wie er sind immer seltener geworden, da sie von Wilderern und Trophäenjägern gejagt werden, und Craig war einer der Grössten seiner Art. Craig war eine bekannte Persönlichkeit im Amboseli und wird schmerzlich vermisst werden. Aber er hatte ein langes Leben und starb eines natürlichen Todes, und kein Lebewesen – weder Mensch noch Elefant – könnte sich viel mehr wünschen.
Weitere Erfolge bei diesem Projekt
Unser Partner
Richard Bonham - Big Life
Big Life schützt über 6500km² Wildnis im Amboseli-Tsavo-Kilimandscharo-Ökosystem in Ostafrika. Big Life beschäftigt heute Hunderte von einheimischen Maasai als Ranger und betreibt mehr als 30 feste Aussenposten, 45 Ranger-Einheiten, 11 mobile Ranger-Einheiten und patrouilliert mit 2 Spürhunden, 14 Fahrzeugen und setzt zwei Flugzeuge für die Luftüberwachung ein.
Big Life wurde im September 2010 von dem Fotografen Nick Brandt, dem Naturschützer Richard Bonham und dem Unternehmer Tom Hill gegründet und war die erste Organisation in Ostafrika, die koordinierte grenzüberschreitende Anti-Wilderei-Einsätze auf beiden Seiten der Grenze zwischen Kenia und Tansania durchführte.
Das mehr als 570-köpfige Team trägt zum Schutz und zur Sicherung von Wildtieren und kritischen Lebensräumen bei, die sich von den Weidegebieten nördlich von Amboseli bis zu den Chyulu Hills und dem Tsavo-West Nationalpark im Osten und im Süden bis zum Kilamanjaro Nationalpark erstrecken. Das Gebiet ist ein zentraler Verbindungspunkt für wandernde Wildtiere und beherbergt einige der wichtigsten verbliebenen Lebensräume in Afrika.
Die Bemühungen von Big Life zum Schutz von Wildtieren und Lebensräumen sind vor allem deshalb so erfolgreich, weil die lokale Gemeinschaft der Maasai ein wichtiger Partner im Naturschutz ist und von der Arbeit profitiert.
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